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11. Oktober 2017 | Von: Julia Zielonka

Rechtzeitig Reifen wechseln

Mobilitätsmanager und Fuhrparkverantwortliche sollten die Umbereifung immer beizeiten planen, sind sie doch so gegen einen plötzlichen Kälteeinbruch gewappnet und umgehen auch lange Lieferfristen oder unnötige Wartezeiten in der Werkstatt.

Für den rechtzeitigen Wechsel von Sommer- auf Winterreifen gibt es viele Gründe. So ist in Deutschland seit 2010 bei entsprechender Wetterlage eine wintertaugliche Bereifung gesetzlich vorgeschrieben. Bei Nichtbeachtung drohen Bußgelder zwischen 60 und 120 Euro, ein Punkt in Flensburg und – im Falle eines Unfalls – eventuell auch Probleme mit der Kfz-Versicherung. Dabei ist es völlig unerheblich, ob der Autofahrer mit Winterwetter rechnen musste oder nicht. Entscheidend ist nur die wintertaugliche Bereifung.  

Sommer- und Winterreifen sind Spezialisten mit klar umrissenem Aufgabengebiet. Sie unterscheiden sich hauptsächlich im Profil und in der Gummimischung. „Sobald das Thermometer erstmals auf sieben Grad Celsius gefallen ist, sind die weicheren Winterreifen den härteren Sommerpneus in der Regel klar überlegen“, betont Markus Friedrich, A.T.U-Reifenexperte. „Ihr Profil zeichnet sich durch spezielle Lamellen aus – viele kleine Einschnitte, die sich mit Schnee und Eis verzahnen und so ein Schlittern verhindern.“ Auch der Bremsweg auf Schnee ist mit Winterreifen deutlich kürzer.  

Werden die Reifen gewechselt, ist stets auch ein Auswuchten der Räder empfehlenswert. Eine Unwucht führt nicht nur zu ungleichmäßiger Abnutzung der Reifen, sondern auch zur Beschädigung von Komponenten an Lenkung und Fahrwerk. Zudem beeinträchtigt sie den Fahrkomfort. Ein flatterndes oder vibrierendes Lenkrad sind typische Merkmale.  

Hat der gebrauchte Winterreifen aus dem Vorjahr weniger als 4 mm Profiltiefe, ist die Straßenhaftung nicht mehr optimal – eine Neuanschaffung ist ratsam. Im neuen Jahr treten dafür neue Vorschriften in Kraft: Ab 2018 produzierte Reifen gelten nur dann als wintertauglich, wenn sie das Schneeflocken- oder Alpine-Symbol tragen. Die bislang obligatorische Kennzeichnung M+S (Matsch und Schnee) genügt dann also nicht mehr, für ältere Pneus gilt allerdings noch bis Ende September 2024 eine Übergangsfrist.  

Wer sich beim Radwechsel lange Wartezeiten ersparen möchte, nutzt am besten den Online-Terminservice, den viele Werkstätten bereits anbieten. So können Autofahrer beispielsweise unter www.atu.de einfach und bequem ihren persönlichen Werkstatt-Termin auswählen und direkt vereinbaren. Bei einem frühzeitigen Wechsel auf Winterreifen zu Saisonbeginn profitieren Kunden von einer großen Auswahl an hochwertigen Markenreifen sowie von der Möglichkeit einer ausführlichen Fachberatung ohne Zeitdruck. Quelle: A.T.U. / NF

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